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Geschichte

Der Weg von einem Gartenhaus zum „Gartenhaus“ Psychosozialer Trägerverein Stralsund e.V. – ein Rückblick

Am 02.08.1992 – Neubeginn nach 30 jähriger Tätigkeit im Jugendgesundheitsschutz als Sozialarbeiterin im Modellprojekt Psychiatrie am Knieperdamm 4 (ehemalige FDJ-Kreisleitung!). Herr Obliers, Psychiatriekoordinator für die Regionen Stralsund, Nordvorpommern und Rügen, Frau Körting, Frau Kerstin Richter u. ich saßen in der Küche der Räumlichkeiten, um erste Gespräche zu führen. Wir begannen wirklich bei Null! Kein Telefon, kein Mobiliar, keinen PC etc.; aber einen Auftrag, für den es sich lohnte, anzupacken. Es galt, die Psychiatriereform, die 1975 in den alten Bundesländern durchgesetzt wurde, jetzt auch in den neuen Bundesländern umzusetzen. Stralsund hatte durch das Engagement von Herrn Obliers unter insgesamt 14 Modellregionen diesen Auftrag erhalten.

Eine glatte Fläche an der Stelle des Hauses.

Die zentrale Aufgabe des Modellvorhabens „Aufbau gemeindepsychatrischer Versorgungsstrukturen „(MRP), im Modellzeitraum 1992/93 war es, eine an den Belangen der Psychiatriereform orientierte regionale Versorgung auszugestalten.

Das Vorhaben wurde durch den Bundesminister für Gesundheit mit der Aufgabenstellung, Konzeptionen zur Enthospitalisierung psychisch kranker Erwachsener zu erstellen sowie die konzeptionelle Vorarbeit zur Errichtung komplementärer Einrichtungen mit den Versorgungsbausteinen „Tagesstrukturierende Maßnahmen“ , „Betreutes Wohnen“ und „Beschützte Arbeits-/ Beschäftigungsmöglichkeiten“.

Es wurden 4 weitere Mitarbeiterinnen eingestellt. Wir nahmen Kontakte zu vielen Verantwortlichen der Stadt auf. In unserer Stadt war die Bausubstanz sehr marode, die Wohnungssituation schlecht und wir suchten Wohnraum, um unsere angedachten Projekte zu realisieren. Erste Konzepte lagen vor.

Bei der Stralsunder Wohnungsbaugesellschaft (SWG) fanden wir bei allen Verantwortlichen große Unterstützung. Im Oktober 1992 liefen Verhandlungen, ein entsprechendes Gebäude in der Gartenstraße langfristig anzumieten. Es war ein altes Haus in schlechtem baulichen Zustand. Vor dem Haus stand ein schöner alter Nussbaum. Ich denke, Sie erkennen ihn auf unserem Logo.

Wir waren alle einer Meinung: „Das Haus nehmen wir!“ Mit der SWG wurde abgesprochen, zu welchen sozial verträglichen Konditionen das Haus anzumieten ist. Im Januar 1993 sollten wir die endgültigen Unterlagen erhalten. Es musste über bautechnische Überprüfungen u. Kostenanalysen nachgedacht werden. Für uns stand fest: „das wird ein tolles Haus“. Wir gründeten am 02. November 1992 unseren Verein und gaben uns den Namen „Gartenhaus“ - Psychosozialer Trägerverein Stralsund e.V. Alle notwendigen notariellen Schritte wurden eingeleitet und bestätigt. Als wir im Januar 1993 zur SWG kamen, musste man uns mitteilen, daß für dieses Haus ein Rückführungsantrag gestellt wurde. Es war nicht glaubhaft für uns, aber diese Problematik trat zur damaligen Zeit sehr häufig auf.

Wir gaben unseren Kampf, Räumlichkeiten anzumieten, nicht auf. Ein Blick auf das Foto mit Besuchern der Tagesstätte Grimmen wirkt irritierend. Ja, so erging es uns wirklich. Die Besucher/ innen und Mitarbeiter/ innen der TS baten mich, den Ursprung der Stätte unseres Namens kennen zu lernen. Gemeinsam stand ich mit ihnen vor einer glatten Fläche, ohne Haus - es entstanden Parkplätze - da biste platt!

In dem Zusammenhang über die Entstehung unseres Namens, möchte ich mich heute bei allen Mitarbeiter/ innen für das gute Miteinander in unserem Verein „Gartenhaus“ e.V. bedanken.

Hannelore Hennig
Vorstandsvorsitzende


„Lasst uns eine Oase sein,
wo man begeistert ist vom Leben,
von jedem Leben,
auch von dem Leben,
das sehr viel Mühe kostet."

- Phil Bosmans
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Der Verein

Welchem Zweck dient der Verein?

Zweck des Vereins ist die Vertretung und Förderung der Interessen psychisch Kranker, deren Angehöriger sowie deren Bezugspersonen aus dem sozialen Umfeld und alle Tätigkeiten, die den Verein fördern. Der Verein soll Anlaufstelle für die an der Problematik psychisch Kranker interessierter Bürgerinnen und Bürger sein.

Wer kann Mitglied im gemeinnützigen Verein werden?

Ordentliche Mitglieder können alle natürlichen Personen werden, die sich für die Vereinszwecke einsetzen wollen. Außerordentliches Mitglied kann jede natürliche oder juristische Person werden, die den Vereinszweck ideell oder finanziell fördern und unterstützen will.

Aus welchen Gremien besteht der Verein und welche Aufgaben haben diese?

Mitgliederversammlung

Die Versammlung der ordentlichen Mitglieder ist das oberste Organ des Vereins. Sie ist vom Vorsitzenden mindestens einmal im Jahr einzuberufen. Als oberstes Organ ist die Mitgliederversammlung grundsätzlich für alle Aufgaben zuständig, die nicht ausdrücklich dem Vorstand zugewiesen sind.

Vorstand

Die Wahl des Vorstandes erfolgt für die Dauer von drei Jahren. Im Sinne des § 26 BGB besteht er aus maximal 3 Vorstandsmitgliedern. Zur Führung der Geschäfte kann sich der Vorstand eines Geschäftsführers als besonderen Vertreter bedienen.

Geschäftsführer

Der Geschäftsführer ist nach § 30 BGB besonderer Vertreter des Vereins und ist für Rechtsgeschäfte in einem festgelegten Rahmen verantwortlich.

die Antworten sind Auszüge aus der Vereinssatzung
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